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Ich ziehe an der Zigarette.
Das, neben ein paar anderen Dingen, ist das, was mir im Augenblick am meisten bringt; am meisten Trost, am meisten Befriedigung, am meisten Freude. Ein bisschen Frieden, solange der Rauch sich wieder aus meine Lungen herausbewegt.
Stressabbau.
Was ist das für Stress, fragst du. Was beschäftigt dich, was denkst du, was geht in dir vor?
Ich weiß es nicht genau. Vieles. Irgendwie; irgendwie aber auch nichts.
Ich bin irgendwie durcheinander, aufgewühlt, könnte man sagen, und ich glaube, es ist das, was ich neulich schon gesagt habe – ich rolle das momentan alles neu auf, egal, ob ich will oder nicht.
Ich denke ständig daran, wie es war, damals; ich erinnere mich dauernd an irgendwelches Zeug, an kurze Episoden, manchmal an längere Dialoge, manchmal nur an ein oder zwei Worte oder einen Gesichtsausdruck. Oft einfach nur daran, wie es sich angefühlt hat.
Ich glaube, dass ich jetzt erst richtig verstehe, was eigentlich alles schiefgelaufen ist. Ich fange an, zu begreifen, wie es hätte sein sollen -
Ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken, und ich denke auch, das ist ganz gut so; dass mir selbst noch mal klar wird, was eigentlich war, was ich sozusagen alles schon durch habe.
Aber nur, weil ich denke, dass es gut ist, das zu tun, heißt das nicht, dass es mir dabei auch gut geht; das frisst mich ziemlich an, und ich komme momentan einfach nicht richtig klar damit.
Vielleicht verstehe ich mittlerweile, dass ich eben nicht Schuld sein konnte an alledem, und das macht es nicht grade leichter.
Abgesehen davon, ich kann damit nicht abschließen – aber darüber haben wir auch schon geredet. Ich kann nicht einfach sagen, es ist vorbei; es ist nicht vorbei, es wird wahrscheinlich nie vorbei sein.
Wenn ich dieser Tage nachts aufwache, dann kann ich sie sehen, dann fühlt es sich so an wie an diesem Tag, und ich bekomme kurz keine Luft, weil ich im Aufwachen denke, dass es passiert – ich spüre ihre rauen Hände an meinem Hals und Angst zu sterben in meiner Brust, und dann realisiere ich, dass es nur ein Traum war, aber das macht es in dem Moment nicht besser. Weil ich weiß, dass der Traum auf der Realität beruht. Weil ich weiß, dass es real war, dass nicht wirklich viel gefehlt hätte, um zu verhindern, dass ich jemals wieder davon träumen kann.
Ich habe zwischendurch schon mal öfter solche Phasen gehabt, aber mir kam das ganze nie so umfassend vor, so, als würde ich quasi alles nochmal durchmachen; bisher war es meistens dieser eine Tag, der mir wieder in den Kopf kam, den ich dann aber auch recht schnell wieder beiseite schieben und so tun konnte, als wäre das nie gewesen – mehr oder weniger jedenfalls.
Aber das alles war.
Und irgendwie ist es immer noch.
Und ich komme im Augenblick einfach nicht klar damit.

Ich weiß, dass ich so viel rauche wie sonst selten, und ich merke ja selbst, dass mein Bedürfnis nach Zigaretten deutlich gesteigert ist. Ich würde wahrscheinlich wesentlich mehr rauchen (müssen), wenn du nicht wärst.
Das ist halt irgendwie meine Art, damit umzugehen, und ich weiß, dass das nur bedingt gut ist. Aber für mich ist es momentan gut, gefühlsmäßig, und ich möchte mich dafür nicht rechtfertigen müssen. Ich weiß, dass du es nicht so toll findest und dass es objektiv gesehen auch nicht so toll ist, aber für mich ist es im Augenblick eben so.

Das alles hat überhaupt keine Ordnung.
Wie irgendwie das meiste momentan.
28.8.11 13:25


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